Apartamentos S´Amfora

Leicht unterschätzt man die Größe Mallorcas. Die Insel verfügt immerhin über eine Ausdehnung von 3.620,42 km², was ziemlich genau der zusammengenommenen Fläche des Saarlandes und der Stadtstaaten Bremen und Hamburg entspricht. Bei einer Bevölkerung von 758.822 (Stand 2004) liegt die durchschnittliche Dichte mit 210 Einwohnern pro Quadratkilometer auf dem Niveau von Rheinland-Pfalz.

                                                                    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

Dabei konzentriert sich die Mehrheit auf den Großraum Palma und die fruchtbaren Ebenen zwischen der Hauptstadt und der Bucht von Aicudia entlang der wichtigsten Verkehrsachse Palma-Inca-AIcudia. Die Küsten- und Gebirgsregionen und die Flachlandgebiete im Südosten sind nur relativ dünn besiedelt. Außer in der Saison von etwa Anfang Mai bis Ende Oktober, in der das Gros der 8,8 Millionen ausländischen Touristen (davon etwa 3,4 Mio. aus Deutschland) in den Ferienzentren an den Stranden im Norden, Osten und Südwesten unterkommt. Mallorca hat die Form eines segen Norden auf die Spitze gestellten leicht gestauchten Quadrates mit starken Dellen oben rechts und unten links, verursacht durch die Buchten von Pollensa und Aicudia bzw. von Palma. Ein bis 20 Kilometer breiter Gebirgszug, die Serra de Tramuntana mit Gipfeln bis zu 1400 Metern Höhe, entlang der zerklüfteten nordwestlichen Steilküste von der Insel Dragonera bis zum Cap Formentor bedeckt ein gutes Viertel der Inselfläche. Die sich nach Osten anschließende, oft wellige Ebene Es Pla wird im zentralen Teil Mallorcas von kleineren Höhenzügen unterbrochen. Klöster und Wallfahrtskirchen krönen deren markanteste Erhebungen. Während sich im Südosten die Ebene bis zur Küste fortsetzt, liegen die östlichen Hafenstädtchen und Urba-nisationen von Porto Petro bis Cala Ratjada mehr oder minder im Schutz einer weiteren Gebirgsregion, der Serra de Lievant, die sich im Norden auf die gesamte Halbinsel von Artä erweitert. Sie erreicht - von Standorten nahe Normal Null aus gesehen - durchaus beeindruckende Höhen von über 500 Metern. So verschieden wie die Landschaften im Inselinneren präsentieren sich die Küstenstriche. Findet man in den wenigen zugänglichen Buchten an der im Nordwesten hochaufragenden Steilküste nur in Puerto de Soller und Cala de San Vicente Sandstrände, stößt man an der ebenfalls überwiegend felsigen Ostküste auf eine Vielzahl von oft idyllischen kleinen Buchten mit Sandstränden. Tiefe Einschnitte in die Küstenlinie (Cala d'Or, Cala Mondrago) und sich nach dem Durchbruch erweiternde Buchten (Porto Petro, Porto Colom) bieten geschützte Wassersportreviere. Im Nordosten liegen breite offene Strande mit teilweise fast weißem Sand, verbunden mit türkis schimmernder Wassertransparenz (Sa Coma, Cala Millor und Cala Guya).

Im Inselnorden bietet die Bucht von Pollensa – einschließlich des wunderschönen, südlich orientierten Strandes von Formentor – kleinere Strandabschnitte an ihren felsigen Flanken, und Sandstrand wechselnder Qualität am flach auslaufenden Ufer entlang der Küstenstraße. Gute acht Kilometer ununterbrochene Strandlinie hat die Bucht von Aicudia zwischen Puerto de Alcudia und C'an Picafort aufzuweisen. Wegen der ungeschützten nordöstlichen Lage baut sich dort bei Wind nicht selten eine kräftige Brandung auf. Östlich von C'an Picafort/Son Baulo beginnt eine karge, weniger attraktive Felsküste. Ein Sonderfall sind der schneeweiße, ebenfalls kilometerlange Strand Es Trenc zwischen Colonia de Sant Jordi und Sa Rapita sowie seine kleineren südlichen Verwandten. Außer den traumhaften Stranden vor einem kiefernbewachsenen, schmalen Dünengürtel bietet diese Inselecke landschaftlich nichts. Hinter Sa Rapita steigt die Küste steil an, und ist mit wenigen Unterbrechungen kaum noch zugänglich bis hin zur Bucht von Palma. Die präsentiert sich hinter teilweise künstlich aufgeschütteten oder verbreiterten Stranden bekanntermaßen mehr oder minder zugebaut. Nur das äußerste Ende der Westflanke mit seinen Buchten bei Portals Vells und Cala Figuera entging bislang der Urbanisierung. Der sich anschließende sanft gebirgige Südwesten gehört zu den beliebtesten Regionen der Sonnensucher. Dessen große und kleine Buchten mit und ohne Strand befinden sich allesamt voll in der Hand der Tourismusindustrie und unablässig expandierender Immobilienfirmen.